ABB und Fortum entwickeln umfassendes Smart Grid für nachhaltiges Stadtprojekt

Zürich, Schweiz, 13. November 2009 – ABB wird in einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit dem skandinavischen Versorgungsunternehmen Fortum ein intelligentes Stromnetz für ein neues Stockholmer Stadtviertel entwickeln.

In einem Forschungsprojekt wird im Stadtviertel Royal Seaport von Stockholm das Konzept eines flexiblen, emissionsarmen Stromnetzes getestet. Es ist ein Teil der Initiative, die Emissionen in der schwedischen Hauptstadt bis zum Jahr 2020 um zwei Drittel zu reduzieren. Das Vorhaben ist eines von 16 weltweiten Projekten, die vom Clinton Climate Initiative Program für nachhaltiges Städtewachstum gefördert werden und den Schwerpunkt auf eine nachhaltige und effiziente Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung legen.

ABB und Fortum werden verschiedene Lösungen entwickeln. Diese sollen sicherstellen, dass überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energiequellen im Stadtviertel (z.B. aus Solarmodulen auf Hausdächern) in das Stromnetz eingespeist werden kann, dass Elektrofahrzeuge dem Netz Strom entnehmen und wieder einspeisen können, dass Energie gespeichert werden kann und dass das Verteilungsnetz insgesamt flexibler und transparenter wird.

Der neue Stadtbezirk von Stockholm wird 10'000 Wohnungen und 30'000 Büros umfassen. Ausserdem wird er ein Innovationszentrum beherbergen, in dem neuste getestete oder bereits eingesetzte Technologien ausgestellt werden.

"Im Hinblick auf die Grösse ist dies ein beträchtlicher Fortschritt auf dem Weg zu einem intelligenteren und flexibleren lokalen Stromnetz, das dezentrale und erneuerbare Energiequellen integriert und uns hilft, die Vision nachhaltiger Städte zu verwirklichen", sagt Bazmi Husain, Leiter der Smart Grid-Initiative von ABB.

"Das Netz, das wir entwickeln wollen, soll nicht nur energieeffiziente Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels bereitstellen, sondern auch die aktivere Beteiligung der Stromverbraucher ermöglichen", sagt Per Langer, CEO von Fortum Sweden.

Das Entwicklungsprojekt ist wichtiger Bestandteil des Vorhabens, den CO2-Ausstoss in Stockholm bis 2020 beträchtlich zu reduzieren und im Bezirk Royal Seaport bis 2030 vollständig auf fossile Energieträger zu verzichten. Eine lokale Energieerzeugung und ein flexibleres, reaktionsfähigeres Stromnetz spielen bei der Verwirklichung dieser ehrgeizigen Umweltziele eine bedeutende Rolle. Ausserdem fördern sie das nationale Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch zu erhöhen.

ABB arbeitet an der Entwicklung intelligenterer Netze, die auf industrieweiten Standards beruhen und ein sicheres, effizientes und umweltschonendes Energiesystem unterstützen. Dieses Netz wird Managementsysteme beinhalten, die lokalen Erzeugern und Verbrauchern eine direkte Interaktion mit dem Netzbetreiber ermöglichen. Auf den Energiemärkten wiederum können die Spitzenlasten reduziert und die Effizienz gesteigert werden.

Fortum ist hauptsächlich in Skandinavien, Russland und den baltischen Ländern aktiv. Das Unternehmen betreibt dort Kraftwerke und verkauft Elektrizität und Fernwärme. In Stockholm betätigt sich Fortum in der Verteilung von Elektrizität und Fernwärme.


ABB (www.abb.com) ist führend in der Energie- und Automationstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung und der Industrie, ihre Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Unternehmen der ABB-Gruppe sind in rund 100 Ländern tätig und beschäftigen weltweit mehr als 120'000 Mitarbeiter.

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