BorWin1: Installation abgeschlossen
Mannheim. Die Installation des Netzanschlusses BorWin1 ist abgeschlossen. Die 200 km lange Anbindung an das transpower-Netz ist die weltweit längste Kabelstrecke, die bislang für den Netzanschluss eines Offshorewindparks gebaut wurde. ABB hat dafür eine 400 MW starke Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung entwickelt und installiert. Nun ist der Probebetrieb schrittweise gestartet. Die endgültige Inbetriebnahme erfolgt, sobald der geplante Windpark, dessen Leistung BorWin1 aufnehmen soll, realisiert ist.
Nur 26 Monate dauerten die Bauarbeiten für BorWin1. Jeder Bauabschnitt war dabei ein technischer Höhepunkt für sich: Es wurden 4.180 m Dünen und Deiche unterbohrt, auf mehr als 1.330 m die Ems unterquert, der grösste Schwimmkran der Welt baute eine 4.000 t schwere Plattform in der Nordsee auf, und Schiffe in der Grösse eines Fussballfeldes brachten etwa 7.000 t Seekabel in die Nordsee.
Exaktes Timing gehörte für ABB und transpower zur grössten Herausforderung, um die Netzanbindung termingerecht fertigzustellen. Für BorWin1 musste weltweit begrenzt vorhandene Spezialtechnik stets zum rechten Zeitpunkt am rechten Ort sein.
ABB verlegte erstmals 125 km HGÜ-Kabel im Meer, um den ersten kommerziellen Offshorewindpark in der Nordsee im Cluster BorWin an das deutsche Stromnetz anzuschliessen. Zusätzlich werden 70 km Kabel unterirdisch verlegt.
Innovative Projekte
Ladenburg. Den Pressetag, der Mitte November im ABB Forschungszentrum stattfand, nutzten 36 Fach- und Wirtschaftsjournalisten, um sich über neue Produkte und Lösungen zu informieren. Vorgestellt wurden innovative Forschungsprojekte aus nahezu allen Geschäftsgebieten sowie aus den Forschungszentren in Ladenburg und im schweizerischen Baden. Die Themen reichten vom Lebenszyklusmanagement von Leitsystemen über die 3-D-Visualisierung der komplexen Systemzusammenhänge einer beispielhaften Energielandschaft bis zu autonomen Sensoren, die nicht nur die gemessenen Daten per Funk übertragen, sondern sich auch selbst drahtlos mit Energie versorgen.
In der Technikumshalle präsentierten die ABB-Forscher innovative Konzepte für die Fabrikautomation. So kann beispielsweise durch die Integration mechatronischer Komponenten als sogenannte Smart Components in RobotStudio die Planung vereinfacht und die Installationskosten gesenkt werden.
Interessiert betrachten die Journalisten die Versuchsanlage im Roboterlabor, an der neue Konzepte in der Fabrikautomatisierung erprobt werden.