ABB erhält Aufträge im Wert von über 300 Millionen US-Dollar für die weltweit erste 1.100-kV-UHGÜ-Stromverbindung in China

Zürich, Schweiz, 19. Juli 2016 - Transformatoren und andere Kernausrüstung von ABB ermöglichen auf der Changji-Guquan Trasse die Übertragung von 12.000 Megawatt Strom mit 1,1 Millionen Volt über 3.000 Kilometer – ein neuer Weltrekord in puncto Spannung, Übertragungskapazität und Distanz.

Ein ABB-Transformator in der Testumgebung.
ABB hat Aufträge im Wert von über 300 Millionen US-Dollar für die Lieferung bahnbrechender Technologien für die weltweit erste 1.100-kV-UHGÜ-Leitung (Ultrahochspannungs-Gleichstrom- übertragung) erhalten. Die Aufträge wurden im zweiten Quartal 2016 gebucht.

Die Changji-Guquan UHGÜ-Verbindung wird Strom von der nordwestlichen Region Xinjiang in die Provinz Anhui im Osten Chinas übertragen und dabei einen neuen Weltrekord in den Bereichen Spannung, Übertragungskapazität und Distanz aufstellen. Die Verbindung kann 12.000 Megawatt Elektrizität übertragen – dies entspricht der Leistung von 12 grossen Kraftwerken und bedeutet eine Steigerung der Übertragungskapazität um 50 Prozent gegenüber den gegenwärtig betriebenen 800-kV-UHGÜ- Verbindungen. Dadurch kann auch die Übertragungsdistanz von bisher etwa 2.000 km auf über 3.000 km vergrössert werden. Der Energietransport über weitere Distanzen ist bei der gross angelegten Integration erneuerbarer Energien in entlegenen Regionen von entscheidender Bedeutung und ermöglicht den Aufbau von Verbundnetzen.

ABB liefert hoch entwickelte Konvertertransformatoren und Komponenten wie Durchführungen und Stufenschalter. Darüber hinaus wird ABB auch die HGÜ-Stromrichterventile, Gleichstromleistungsschalter, Wanddurchführungen und Kondensatoren bereitstellen und Unterstützung beim Systemdesign leisten. Die Transformatoren werden zu den leistungsfähigsten weltweit gehören und strengste Standards in Bezug auf Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit erfüllen. Jeder Transformator wiegt 800 Tonnen und ist 32 Meter lang. Die hochmoderne Fertigungs- und Prüfanlage von ABB für Transformatoren in Chongqing sowie das lokale Zentrum für HGÜ-Engineering und -Technologie werden aktiv an der Lieferung und Ausführung des Projekts mitwirken.

«Einige grosse Lastzentren Chinas befinden sich in der östlichen Region des Landes, während ein erheblicher Teil der Energieressourcen im Westen und Nordwesten liegt. Die ausgedehnte Geografie und die gestiegene Nachfrage im letzten Jahrzehnt haben das Land veranlasst, seine UH-Kapazität auszubauen, um grössere Strommengen bei minimalen Verlusten über weitere Strecken zu transportieren», sagte Claudio Facchin, Leiter der ABB-Division Stromnetze. «Ultrahochspannungstechnologien bilden einen Kernbereich unserer Next-Level-Strategie. Unsere technologischen Fortschritte auf diesem Gebiet machen es möglich, die Kapazität und Distanz der Stromübertragung bei minimalen Übertragungsverlusten auf ein noch nie da gewesenes Level anzuheben.»

UHGÜ ist eine Weiterentwicklung der HGÜ-Technologie, für die ABB vor über 60 Jahren bereits Pionierarbeit geleistet hat. Mit UHGÜ konnte die grösste Kapazitäts- und Effizienzsteigerung der letzten zwei Jahrzehnte erzielt werden. Im Jahr 2010 unterstützte ABB die State Grid Corporation of China (SGCC) beim Xiangjiaba-Shanghai-Projekt, der weltweit ersten 800-kV-UHGÜ-Verbindung, die kommerziell in Betrieb ging. Einige Jahre später wurde ABB ihrer traditionellen Vorreiterrolle gerecht, als sie erstmals die 1.100-kV-Konverter-transformator-Technologie entwickelte und erfolgreich erprobte. Damit stellte das Unternehmen mit den höchsten jemals erreichten Gleichstromspannungspegeln einen neuen Rekord auf.

Über ABB
ABB (www.abb.com) ist ein global führendes Technologieunternehmen in den Bereichen Energie und Automation. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor, ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Unternehmen der ABB Gruppe sind in rund 100 Ländern tätig und beschäftigen weltweit etwa 135.000 Mitarbeitende.

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