Im Netz der Zukunft fließen Strom und Informationen

Mannheim/Frankfurt, 15. April 2012 - Das Stromnetz der Zukunft wird ein intelligentes Netz sein. In diesem fließt nicht nur Strom, sondern auch Information. Intelligente Gebäude sind hierfür unverzichtbar. Diese sind bereits heute mit ABB-Lösungen realisierbar.

Das über Jahrzehnte funktionierende, starre System der Stromversorgung in Deutschland verändert sich. Die wachsende Rolle der regenerativen Energien, der Atomausstieg und der steigende finanzielle Anreiz für Endverbraucher, selbst Strom zu erzeugen – das alles verursacht zunächst Probleme. Denn die derzeitige Energieversorgung erfolgt über große Kraftwerke, die zentral Energie in das Netz einspeisen. Der Strom fließt vom Kraftwerk zum Verbraucher. Im Straßenverkehr würde man von einer Einbahnstraße sprechen. Dabei wird gerade soviel Energie eingespeist, wie verbraucht wird. Zuschaltbare Kraftwerke gleichen Lastspitzen aus.


Die Energieversorgung wird sich von dem zentralen System (li.) hin zum dezentralen (re.) entwickeln.
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Für die Einspeisung regenerativ erzeugter Energie, beispielsweise aus Wind- oder Solarparks aber auch aus privaten Photovoltaikanlagen, ist das Netz derzeit nicht ausgelegt. Die dezentrale Einspeisung hebt die Einbahnstraßenregelung im Energiefluss auf. Der Strom aus den unterschiedlichen Quellen fließt zudem ungleichmäßig und nicht immer nur dann, wenn er gebraucht wird. Das Netz stößt an die Grenzen der Belastbarkeit und muss deswegen für den Betrieb überwacht und optimiert werden.

Für den optimalen Netzbetrieb müssen Versorger, Netzbetreiber und Verbraucher zukünftig verbunden sein und miteinander kommunizieren. Dieser Informationsaustausch wird für die Überwachung und Regelung der vorhandenen Netzinfrastruktur sowie für die weitere Aufnahme der dezentralen Erzeuger und Lasten benötigt. So werden aus passiven Konsumenten aktive Nutzer und Erzeuger. Das Thema Lastmanagement gewinnt in intelligenten Netzen (Smart Grids) an Bedeutung: Wann wird welcher Strom wo am sinnvollsten eingesetzt, und wo kann Strom gespart werden? In den Wohn- und Zweckgebäuden (Smart Homes und Smart Buildings) werden die zentralen Verbrauchswerte über sogenannte „Smart Meter“ erhoben. Sie ersetzen die konventionellen Stromzähler und sind eine Grundvoraussetzung für automatisiertes Lastmanagement. In Deutschland ist der Einbau der intelligenten Zähler seit 2010 bei Neubauten und grundlegenden Modernisierungen bereits Pflicht.

Doch Intelligente Gebäude sollen zukünftig mehr können. Sie müssen Energieverbräuche einzelner Räume oder Geräte aufnehmen und kommunizieren. Die vernetzten elektrotechnischen Systeme können interagieren und beispielsweise auf flexible Tarife von Stromanbietern reagieren. Lasten können flexibel ab- oder zugeschaltet werden. Der Verbraucher bekommt detaillierte Tarifinformationen zur Verfügung gestellt, um Energiekosten zu sparen. Nicht zuletzt erzeugen zukünftige Gebäude selbst erneuerbare Energie und entscheiden, ob diese vor Ort verbraucht oder ins Netz eingespeist wird. Mit Hilfe eines sogenannten Energiemanagementsystems können die intelligenten Gebäude sowie viele dezentrale Erzeugungsanlagen zu einem „Virtuellen Kraftwerk“ zusammengeschlossen werden und als eine Einheit fungieren. Je nach Tarif und Bedarf können so beispielsweise Kühlgeräte oder Wärmepumpen geschaltet, Elektroautos aufgeladen oder Klimaanlagen automatisch reguliert werden. Das entlastet die Netze und sorgt für eine gleichmäßige Auslastung der Betriebsmittel als im derzeitigen System.

Intelligente Gebäude sind bereits heute komplett durch im Handel verfügbare Lösungen realisierbar. In Privathaushalten stehen ABB-Technologien zur Verbesserung der Effizienz zur Verfügung, die Energieeinsparungen ermöglichen. Durch Automatisierung der elektrischen Verbraucher bieten sie darüber hinaus zusätzlichen Komfort und Sicherheit. Auch die Integration von Elektrofahrzeugen in das elektrische System eines Haushaltes ist bereits möglich.

Bürokomplexe und andere gewerbliche Gebäude zählen heute zu den weltweit größten Energieverbrauchern. Gebäudeautomatisierungssysteme von ABB sind in der Lage, diesen Energieverbrauch von Beleuchtungs-, Heizungs- und Klimaanlagen je nach Gebäudeart um 30 bis 60 Prozent zu reduzieren.

Ob in Privathaushalten oder Zweckgebäuden, die gesetzlichen Rahmenbedingungen geben den Weg zu intelligenten Gebäuden vor. Sei es durch Förderung oder Vorgaben – künftig werden Gebäude mit einer vernetzten elektrotechnischen Infrastruktur geplant und umgesetzt.


ABB in Deutschland erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von 3,43 Milliarden Euro und beschäftigte etwa 10.000 Mitarbeiter. ABB ist führend in der Energie- und Automatisierungstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Handel, ihre Leistung zu verbessern und die Umweltbelastung zu reduzieren. Der ABB-Konzern beschäftigt etwa 135.000 Mitarbeiter in rund 100 Ländern.

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