Intelligente Haustechnik praxisnah vermittelt

2011-07-11 - „Ich arbeite jetzt seit ein paar Wochen an dem Teststand und es macht richtig Spaß“, sagt Andreas Häufglöckner. Der 26-Jährige ist einer der ersten Studenten, die an dem neuen Elektrotechnikstand der Technischen Universität Darmstadt (TU) Versuche machen. Dieser ist komplett mit ABB-Produkten ausgestattet. Sehen Sie hier die neue Bildergalerie.

Wie Andreas Häufglöckner werden ab diesem Jahr alle Elektro- und Energietechnikstudenten im Hauptstudium praktische Arbeiten an dem Stand machen und so Marke und Produkte von ABB kennenlernen.

„Ich habe mich beispielsweise mit dem Zusammenspiel aller elektrischen Geräte auf Software-Ebene beschäftigt, was meist im ersten Anlauf problemlos funktionierte“, sagt der Student. Erstaunlich einfach wirkten für ihn die Programmiermöglichkeiten. „Mit ihnen sind auch komplexe Programme erstellbar, beispielsweise um einzelne Verbrauchswerte auf dem Busch-ComfortPanel anzuzeigen.“

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Studenten am Werk: Andreas Häufglöckner (vorne) und Alexander Feix arbeiten am Teststand

„Pro Semester arbeiten nun acht Gruppen an dem Teststand“, erklärt Dipl.-Ing. Lutz Steiner, Fachgebiet Regenerative Energien der TU. „Die Studenten machen hier Versuche zum Thema Gebäudetechnik.“ Und Gebäudetechnik ist genau das Stichwort, das auf die Herkunft des Standes hinweist.

Dieser resultiert in weiten Teilen aus der Zusammenarbeit der TU und ABB beim Solar Decathlon 2009. Das Plus-Energie-Haus, das ebenfalls komplett mit ABB-Technik ausgestattet ist, hat den renommierten Wettbewerb in Washington D.C. gewonnen. Mit dem Teststand haben die TUler jetzt die Technik des Hauses in einer Werkshalle nachgebildet, nur eben ohne das Haus drumherum. Ziel für die Studenten sei es, mit der Praxis in Kontakt zu kommen, sagt Steiner.

Tests für Studienarbeiten

Neben der Ausbildung dient der Teststand auch dem Lehrstuhl für eigene Forschung. Darüber hinaus haben Studenten die Möglichkeit, hier ihre Studien- oder Abschlussarbeiten durchzuführen. Auf diesem Gebiet hat Alexander Feix erste Erfahrungen gesammelt. Der 26-Jährige schreibt seine Bachelorarbeit zu dem Thema Integration einer SPS in KNX Smart Homes.

„Mir geht es darum, alle Messwerte, die in einem intelligenten Haus gesammelt werden, in der SPS abzulegen. Diese soll aufgrund der Daten Entscheidungen fällen und eigenständig umsetzen, zum Beispiel die Waschmaschine anschalten oder Jalousien herablassen“, sagt Alexander Feix. „Wichtig ist mir jedoch auch, dass die SPS die Daten wieder ausgibt. Ziel soll sein, dass der Anwender einen Tag im Voraus schon sehen kann, was morgen geschieht, beziehungsweise Empfehlungen für den Folgetag bekommt.“

Greifbarer Nutzen für Verbraucher im Fokus

Dem Team der TU ist also auch am Teststand wichtig, was schon im Solarhaus unabdingbar war: der greifbare Nutzen für den Verbraucher. Bei den Studenten kommt die praxisnahe Vermittlung der intelligenten Technik mit Produkten, die bereits im Handel sind, gut an.

Nicht zuletzt auch deswegen, weil der Teststand einen Vorteil vor dem Solarhaus hat: „Wir haben an den Stand neben der Photovoltaikanlage und intelligenten Haushaltsgeräten auch eine Stromtankstelle und einen PV Backup Batteriespeicher angeschlossen“, sagt Lutz Steiner. „Damit vereinen wir im Teststand alle Themen von der Erzeugung, Messung, Speicherung und Steuerung der Energie und haben mit der integrierten Tankstelle sogar die Elektromobilität auf dem Plan. So haben wir mehr Freiheitsgrade und Forschungsoptionen als im Haus selbst.

„Die Zusammenarbeit von TU und ABB befruchtet sich gegenseitig sehr stark“, sagt Bernd Jung von der ABB Stotz-Kontakt / Striebel & John Vertriebsgesellschaft. „Die TU prüft mit ihren Tests unsere Produkte auf Herz und Nieren und findet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Wir sehen zudem, für welche Gebiete neue Produkte benötigt werden und die TU kann diese gleich wieder einsetzen.“

Plus-Energie-Haus und der Solar Decathlon

Der Solar Decathlon („Solarer Zehnkampf“) ist ein architektonischer und energietechnischer Wettbewerb des US-Ministeriums für Energie. Er findet alle zwei Jahre auf der National Mall in Washington D.C., zwischen Lincoln Denkmal, Weißem Haus und Capitol, statt. Er hat das Ziel, ein energieautarkes Gebäude für das Wohnen im Jahr 2015 zu entwerfen. Die Häuser dürfen ihren Energiebedarf nur über selbst produzierten Solarstrom decken. Die TU Darmstadt hat den Wettbewerb 2009 mit ihrem Plus-Energie-Haus "surPLUShome" gewonnen, das komplett mit ABB-Technik ausgestattet ist. Mehr Infos zu ABB und dem Plus-Energie-Haus finden Sie hier.

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