- Operatives EBITDA1 -Marge des Konzerns gegenüber Q2 2012 stabil, einschließlich Division Energietechnikprodukte
- Geografisch ausgewogenere Automatisierungsgeschäfte stützen Auftragseingang und Umsatz
- Starker Cashflow aus Geschäftstätigkeit in Divisionen
- Thomas & Betts trug rund USD 120 Mio. zum operativen EBITDA bei
- Ausblick: Vorhersehbarkeit begrenzt, aber vorsichtig optimistisch in unsicherem Umfeld
Die Energietechnikaufträge gingen gegenüber dem Vorjahresquartal zurück, in dem ein Grossauftrag für einen Offshore-Windpark eingegangen war. Ohne dieses Projekt legte der Auftragseingang in den Energietechnikgeschäften 10 Prozent zu, angeführt von Investitionen in die Stromübertragungstechnik. Die Automatisierungsaufträge erhöhten sich um 13 Prozent (organisch stabil) aufgrund der Nachfrage nach Lösungen zur Verbesserung der industriellen Produktivität. Geographisch zog das Geschäft insbesondere in Europa und Nordamerika an. In den Industriesektoren stieg der Bedarf vor allem im Berg- und Schiffbau.
Das operative EBITDA und die operative EBITDA-Marge des Konzerns gaben gegenüber dem starken Vorjahresquartal nach, hauptsächlich wegen der Ausführung von Energietechnikaufträgen mit niedrigeren Preisen aus dem Auftragsbestand. Gegenüber dem zweiten Quartal 2012 verbesserten sich beide Werte jedoch. In der Division Energietechnikprodukte war die operative EBITDA-Marge stabil im Vergleich mit dem Vorquartal. Die Kosteneinsparungen beliefen sich im Berichtsquartal im Konzern auf rund USD 280 Mio. Der stärkere US-Dollar wirkte sich erneut negativ auf das ausgewiesene Ergebnis von ABB aus.
Der Anstieg des Cashflows in den Divisionen wurde durch Barmittelabflüsse aus Absicherungsgeschäften für das Risikomanagement im Bereich Corporate infolge des stärkeren US-Dollar mehr als aufgehoben.
„Es ermutigt uns, dass wir das Geschäft ausbauen und unsere Ertragskraft trotz des schwierigen Makroumfelds in unserem Zielkorridor halten konnten“, sagt Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB. „Wir haben unsere Kosten weiter gesenkt, das Servicegeschäft gestärkt und damit zwei unserer strategischen Initiativen vorangetrieben. Ausserdem profitieren wir von der stärkeren geografischen Ausrichtung unseres Automatisierungsgeschäfts auf Nordamerika, zum Beispiel durch die Übernahme von Thomas & Betts.“
„Diese Entwicklungen geben uns Anlass zu vorsichtigem Optimismus“, so Hogan weiter. „Die Visibilität der kurzfristigen Marktentwicklung ist limitiert und die Volatilität ist hoch. In diesem Umfeld bleibt unser kurzfristiger Fokus auf wettbewerbsfähige Kosten sowie auf unser starkes Portfolio und die gute geographische Aufstellung gerichtet, um profitable Wachstumsopportunitäten wahrzunehmen.“
1Siehe Überleitung des operativen EBITDA in Absatz 13 „Operating segment data“ der „Notes to the Interim Consolidated Financial Information (unaudited)“ des dritten Quartals 2012 von ABB.
2 Die Erörterung von Umsatz und Auftragseingang erfolgt im Text in Lokalwährungen. Die Veränderungen in USD finden sich in den Tabellen
3Organische Veränderungen werden in Lokalwährungen ausgewiesen und wurden um den Effekt der Übernahme von Thomas & Betts bereinigt, die Mitte Mai 2012 vollzogen wurde.

Zusammengefasstes Ergebnis des dritten Quartals 2012
Auftragseingang und Umsatz
Gestützt auf der geografisch ausbalancierten Geschäftstätigkeit und dem breiten Portfolio erzielte ABB im Berichtsquartal einen stabilen Auftragseingang. Dies wurde erreicht trotz des schwierigen Geschäftsumfelds und eines 30-prozentigen Rückgangs bei den Grossaufträgen (über USD 15 Mio.) gegenüber dem Vorjahr. Dabei leistete die im zweiten Quartal vollzogene Übernahme des US-Herstellers von Niederspannungsprodukten Thomas & Betts einen wichtigen Beitrag, insbesondere zum Wachstum der Basisaufträge (unter USD 15 Mio.) um 8 Prozent. Ohne Thomas & Betts ging der Auftragseingang insgesamt um 6 Prozent zurück, während die Basisaufträge stabil blieben. Die Serviceaufträge wuchsen schneller als der gesamte Auftragseingang und stiegen um 9 Prozent.
In den Energietechnikgeschäften investierten Versorgungskunden in den meisten Regionen erneut selektiv in Stromübertragungsprojekte um die Netzzuverlässigkeit und -kapazitäten zu erhöhen. In den USA und Brasilien legten Energietechnikaufträge in der Berichtsperiode über 20 Prozent zu, während sie in China über 15 Prozent und im Nahen Osten und Afrika über 50 Prozent anstiegen. Im Bereich Energieverteilung ging die Nachfrage von Versorgungskunden jedoch zurück, was auf das nachlassende Wirtschaftswachstum, insbesondere in Europa, zurückzuführen ist. In Deutschland und Italien gaben die Energietechnikaufträge nach und zeigten sich auch in Indien gegenüber dem starken Vorjahresquartal rückläufig. Auch ein selektiverer Ansatz bei der Auswahl von Aufträgen zur Sicherung der Rentabilität wirkte sich nachteilig auf die Entwicklung der Energietechnikaufträge aus.
Das Auftragsplus in den Automatisierungsgeschäften beruhte vor allem auf der Übernahme von Thomas & Betts. Diese Transaktion eröffnete ABB einen breiteren Zugang zum grossen US-Markt für Industrieautomatisierung und steuerte im Berichtsquartal rund USD 620 Mio. zum Auftragseingang bei. Der Auftragseingang erhöhte sich in den Sektoren Bergbau und Marine und wurde zudem durch mehrere Grossaufträge aus der Bahn- und Automobilindustrie unterstützt. Die Automatisierungsaufträge stiegen in den meisten Regionen, angetrieben vor allem von den Grossaufträgen. In Nord- und Südamerika verzeichneten die Automatisierungsgeschäfte Auftragszuwächse von mehr als 50 Prozent (7 Prozent ohne Thomas & Betts). In China gingen die Automatisierungsaufträge zurück, während sie in Deutschland stabil blieben und in Italien und Brasilien anzogen.
Der Auftragsbestand lag Ende September 2012 bei robusten USD 29 Mrd. Damit stieg der Bestand gegenüber dem Vorjahresquartal in Lokalwährungen um 3 Prozent und gab gegenüber dem Ende des zweiten Quartals 2012 um 2 Prozent nach.
Die Energietechnikdivisionen verzeichneten im Berichtsquartal bei der Abwicklung von Projekten aus dem Auftragsbestand, insbesondere für Stromübertragungstechnik, ein Umsatzplus. Das Umsatzwachstum in den Automatisierungsgeschäften spiegelt den Effekt der Übernahme von Thomas & Betts und die Ausführung von Aufträgen aus dem Bestand wider, vor allem in den Bereichen Marine, Öl und Gas sowie Industrieautomatisierung. Im Servicegeschäft verbesserte sich der Umsatz um 6 Prozent und machte ebenso wie im Vorjahresquartal 16 Prozent des Gesamtumsatzes von ABB aus.
Währungsumrechnungseffekte haben die ausgewiesenen Umsätze in US Dollars im Berichtsquartal gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um etwa USD 570 Mio. reduziert.
Ergebnis und Konzerngewinn
Das rückläufige operative EBITDA im dritten Quartal 2012 ist vor allem auf niedrigere Erträge und Margen in den Energietechnikgeschäften gegenüber dem starken Vorjahresquartal zurückzuführen. Ursächlich hierfür war in erster Linie die Abwicklung von Projekten mit niedrigeren Preisen aus dem Auftragsbestand. Zudem enthält das operative EBITDA im Berichtsquartal negative Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von rund USD 100 Mio. Auch niedrigere Margen in einigen Projekten der Division Energietechniksysteme wirkten sich nachteilig auf die Rentabilität aus. In den Automatisierungsdivisionen gingen die Margen zurück. Gründe hierfür waren ein ungünstigerer Produktmix sowie höhere Vertriebskosten und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zur Sicherung zukünftigen Wachstums.
Rund 45 Prozent der Kostensenkungen in der Berichtsperiode stammten aus dem weltweit optimierten Einkauf, 50 Prozent aus Produktivitäts- und Qualitätsverbesserungen und rund 5 Prozent aus Massnahmen zur Verlagerung von Produktions- und Engineeringkapazitäten. In der Division Niederspannungsprodukte stützten Kostensenkungsinitiativen die Ertragskraft erheblich – dort lag die operative EBITDA-Marge bei über 19 Prozent. Die Kosten im Zusammenhang mit den Sparmassnahmen betrugen im Berichtsquartal rund USD 20 Mio. In den ersten neun Monaten des Jahres beliefen sich die Einsparungen auf rund USD 820 Mio. bei daraus entstehenden Kosten von etwa USD 55 Mio.
Der Konzerngewinn ging im Berichtsquartal um 4 Prozent auf USD 759 Mio. zurück. Der unverwässerte Gewinn je Aktie betrug USD 0,33 gegenüber USD 0,34 im Vorjahresquartal.
Bilanz und Cashflow
Die Nettoverschuldung belief sich zum Ende des dritten Quartals auf USD 3,7 Mrd., gegenüber USD 4 Mrd. Ende Juni 2012. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsquartal USD 768 Mio. und lag USD 43 Mio. niedriger als im Vorjahresquartal. Der Cashflow der Divisionen stieg um USD 160 Mio., was jedoch durch Barmittelabflüsse aus Absicherungsgeschäften im Bereich Corporate mehr als aufgehoben wurde.
Management
Wie ABB in der letzten Woche bekannt gab, wird Michel Demaré als Finanzchef des Unternehmens und Mitglied der Konzernleitung zurücktreten. Er wurde mit Wirkung ab April 2013 zum neuen Verwaltungsratspräsidenten des Schweizer Unternehmens Syngenta ernannt. Ein Nachfolger wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben und das Unternehmen erwartet einen reibungslosen Übergang.
Ausblick
Das gegenüber dem zweiten Quartal stabile Ergebnis des Berichtsquartals, das ABB in einem herausfordernden Geschäftsumfeld erzielt hat, zeigt erneut die Vorteile des breit gefächerten Portfolios von ABB auf und gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Zu den bemerkenswerten positiven Trends zählten die Stärke des US-Marktes, der stabile Auftragseingang in China und Südeuropa, die nachhaltigen operativen EBITDA-Margen in der Division Energietechnikprodukte im vierten Quartal in Folge und das im Vergleich zum gesamten Auftragseingang schnellere Wachstum der Serviceaufträge im Berichtsquartal.
Gleichzeitig schlägt sich die Ungewissheit hinsichtlich der kurzfristigen Wachstumsaussichten für Europa, die Schwellenmärkte und die USA nun auf das Wachstum im frühzyklischen Geschäft nieder, wie die flache organische Entwicklung der Basisaufträge im dritten Quartal erkennen lässt. Das wird die Vorhersehbarkeit der Märkte auch in den nächsten Monaten begrenzen. In den kommenden Quartalen werden verschiedene Entwicklungen beobachtet werden müssen. Hierzu zählen die Entwicklung des BIP und der Industrieproduktion, insbesondere in Schlüsselmärkten wie China, den USA und Westeuropa sowie das Wachstum des Energieverbrauchs. Letzteres ist ein wichtiger Nachfragetreiber für die Energietechnikgeschäfte des Unternehmens.
Der längerfristige Ausblick für die wichtigen Absatzmärkte von ABB bleibt positiv, begünstigt durch Megatrends wie die Nachfrage nach grösserer Ressourceneffizienz, die zunehmende Urbanisierung in den Schwellenländern und die steigende Nachfrage nach einer umfassenderen, effizienteren und zuverlässigeren Stromversorgung.
Auf dieser Basis bestätigt das Management seine Ziele für den Zeitraum 2011 bis 2015. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass seine breite geografische Aufstellung und das ausgewogene Portfolio die Wachstumsziele unterstützen werden. Ungeachtet der Makrobedingungen wird das Management seinen Fokus weiterhin darauf legen, Kosten zu senken und sicherzustellen, dass Investitionen in das Wachstum Renditen im Einklang mit unseren längerfristigen Zielen generieren.
Weitere Informationen
Die Ergebnisse des dritten Quartals 2012 stehen ab dem 25. Oktober 2012 im ABB-Medienzentrum unter www.abb.com/news sowie auf der Homepage von ABB Investor Relations unter www.abb.com/investorcenter zur Verfügung. Unter ABB Investor Relations finden Sie auch eine Präsentation für Anleger.
Ein Video des Vorsitzenden der Konzernleitung Joe Hogan zum Quartalsergebnis von ABB wird heute auf www.youtube.com/abb zu sehen sein.
Heute findet ab 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) eine Telefonkonferenz für die Medien statt. Teilnehmer aus Grossbritannien wählen +44 203 059 5862, Teilnehmer aus Schweden +46 8 5051 00 31, Teilnehmer aus den USA und Kanada (gebührenfrei) +1 866 291 4166 und aus dem übrigen Europa +41 91 610 5600. Die Leitungen werden 15 Minuten vor Konferenzbeginn freigeschaltet. Eine Audioaufzeichnung ist eine Stunde nach Ende der Telefonkonferenz für 48 Stunden abrufbar. Aufzeichnungen: +44 20 7108 6233 (GB), +41 91 612 4330 (übriges Europa) oder +1 866 416 2558 (USA/Kanada). Der Code zum Start der Wiedergabe lautet 13540 und ist mit der Raute-Taste (#) zu bestätigen. Die Aufzeichnung ist eine Stunde nach Ende der Veranstaltung auch als Podcast verfügbar und kann auf www.abb.com/news heruntergeladen werden.
Die Telefonkonferenz für Analysten und Anleger beginnt heute um 13 Uhr MEZ (12 Uhr in Grossbritannien, 7 Uhr EST). Teilnehmer wählen +1 866 291 4166 (USA/Kanada) (gebührenfrei), +44 203 059 5862 (Grossbritannien), +46 85 051 0031 (Schweden) oder +41 91 610 5600 (Rest der Welt). Interessenten werden gebeten, sich 15 Minuten vor Konferenzbeginn einzuwählen. Die Aufzeichnung ist eine Stunde nach Ende der Veranstaltung als Podcast verfügbar und kann auf unserer Website heruntergeladen werden. Den Link für den Zugriff auf das Podcast finden Sie auf www.abb.com.
| Daten 2013 |  |
| Ergebnis des 4. Quartals 2012 | 14. Februar 2013 |
| Ergebnis des 1. Quartals 2013 | 24. April 2013 |
| Generalversammlung | 25. April 2013 |
| Ergebnis des 2. Quartals 2013 | 25. Juli 2013 |
| Ergebnis des 3. Quartals 2013 | 24. Oktober 2013 |
ABB (www.abb.com) ist führend in der Energie- und Automatisierungstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung und der Industrie, ihre Leistung zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Unternehmen der ABB-Gruppe sind in rund 100 Ländern tätig und beschäftigen etwa 145.000 Mitarbeitende.
Zürich, 25. Oktober 2012
Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung
Vorbehalte gegenüber Zukunftsaussagen
Die Pressemitteilung enthält Zukunftsaussagen sowie weitere Informationen betreffend den Ausblick für unsere Geschäftstätigkeit. Diese Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen über Faktoren, die unsere künftige Performance beeinflussen können, darunter auch über die globale Konjunkturlage sowie über die wirtschaftlichen Bedingungen in Regionen und Branchen, die für ABB Ltd die Hauptabsatzmärkte darstellen. Diese Erwartungen, Einschätzungen und Voraussagen werden im Allgemeinen mit Begriffen wie „erwartet“, „glaubt“, „schätzt“, „strebt an“, „plant“ oder Ähnlichem als solche bezeichnet. Es gibt jedoch viele Risiken und Unwägbarkeiten, wovon viele ausserhalb unseres Einflussbereichs liegen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Zukunftsaussagen dieser Pressemitteilung abweichen und welche unsere Fähigkeit, einzelne oder alle der bekannt gegebenen Ziele zu erreichen, beeinträchtigen könnten. Zu den wichtigen Faktoren, die zu solchen Abweichungen führen könnten, zählen unter anderem Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem volatilen globalen Wirtschaftsumfeld und den politischen Rahmenbedingungen, Kosten aus Compliance-Aktivitäten, die Verfügbarkeit und Preise von Rohstoffen, die Marktakzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen, Änderungen staatlicher Bestimmungen und Wechselkursschwankungen und weitere Faktoren, die von Zeit zu Zeit in der Korrespondenz von ABB mit der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), unter anderem im ABB-Geschäftsbericht auf Formular 20-F, erwähnt werden können. Obwohl ABB Ltd glaubt, dass die in solchen Zukunftsaussagen enthaltenen Erwartungen auf angemessenen Annahmen beruhen, kann das Unternehmen keine Garantien abgeben, dass sie auch tatsächlich eintreffen werden.
Hinweis: Dies ist eine auszugsweise Übersetzung der englischsprachigen Pressemitteilung vom 25. Oktober 2012, die Sie unter www.abb.com/news abrufen können. Im Falle von Unstimmigkeiten gilt immer die englische Originalversion.