Höher, schneller, weiter – Herausragende HGÜ-Projekte von ABB

Seit mehr als 50 Jahren leistet ABB auf dem Gebiet der Hochspannungs-Gleichstrom-übertragung (HGÜ) Pionierarbeit. 1954 wurde die weltweit erste HGÜ-Verbindung zwischen der Insel Gotland und dem schwedischen Festland in Betrieb genommen. Seither setzt der Technologiekonzern fortwährend neue Maßstäbe.

Die erste HGÜ-Verbindung der Welt

Den Auftrag für die erste HGÜ-Verbindung der Welt erhielt ABB im Jahr 1950 vom staatlichen schwedischen Energieversorgungsunternehmen. Nach intensiver Entwicklungsarbeit floss vier Jahre später der erste Strom mit einer Nennleistung von 20 Megawatt vom schwedischen Festland zur Insel Gotland.

Die größte HGÜ-Anlage der Welt – Folgeauftrag mit neuem Rekord

Mit einer Leistung von 6.300 Megawatt und einer Rekordspannung von ± 600 Kilovolt Gleichstrom ist die Anlage im brasilianischen Itaipu bis heute die größte HGÜ-Anlage der Welt. Den Auftrag für den Bau erhielt das ABB-PRONOM-Konsortium 1979. Das Itaipu-Projekt kann als Beginn der modernen HGÜ-Ära betrachtet werden: Die bei diesem Projekt gesammelten Erfahrungen verschafften dem Unternehmen einen Wissensvorsprung, der für viele Folgeprojekte ausschlaggebend war.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme erfolgte in mehreren Phasen zwischen 1984 und 1987. Die Anlage spielt auch heute eine entscheidende Rolle in der Stromversorgung Brasiliens und liefert einen Großteil der Elektrizität für die Wirtschaftsmetropole Sao Paulo. Doch der Energiebedarf wächst: Im Sommer 2009 erhielt ABB daher den Auftrag, in Brasilien die längste Stromleitung der Welt zu errichten. Mittels HGÜ sollen zwei neue Wasserkraftwerke über eine Entfernung von etwa 2.500 Kilometern mit Sao Paulo verbunden werden.

Längste und stärkste Stromleitung der Welt

Damit wäre diese Stromleitung 500 Kilometer länger als der aktuelle Rekordhalter: Die derzeit längste und stärkste Stromleitung der Welt verbindet in China das Wasserkraftwerk Xiangjiaba und Schanghai. ABB installliert hier ein Ultrahochspannungs-Gleichstromübertragungs-System, das den Strom über 2.000 Kilometer hinweg überirdisch nach Schanghai transportiert. Mit einer Spannung von 800 Kilovolt und einer Leistung von 6.400 Megawatt ist die neue, sogenannte Ultra-HGÜ-Leitung, das leistungstärkste Stromübertragungssystem der Welt. Die übertragene Leistung entspricht ungefähr der Kapazität von sechs Kernkraftwerken.

Längste unterirdische Hochspannungsleitung der Welt

Auch beim Leitungsbau unter der Erde hält ABB Weltrekorde: Die längste unterirdische Hoch-spannungsleitung der Welt ist die 220 Megawatt starke und 177 Kilometer lange Kuppelleitung zwischen dem südaustralischen Murraylink und Sunraysia in der Provinz Victoria. Die Entscheidung für die unterirdische Lösung fiel, um die ökologischen Folgen einer Überlandleitung zu vermeiden und sich vor typischen Ursachen von Stromausfällen in Australien wie Blitzeinschlag oder Buschfeuer zu schützen. Das Projekt gewann 2002 den Case EARTH Award for Environmental Excellence für die beste Umsetzung und Innovation im Umweltmanagement von Bauprojekten.

Weltweit längste Unterwasser-Stromleitung

Die längste Unterwasser-Stromleitung der Welt ist 580 Kilometer lang und hat eine Übertragungs-kapazität von 700 Megawatt. Die HGÜ-Verbindung von ABB verbindet Norwegen mit den Niederlanden und ermöglicht so nicht nur den Stromhandel zwischen den Ländern, sondern verwirklicht auch den Plan der Europäischen Union, die grenzüberschreitende Strom-Infrastruktur zu verbessern. So sollen Stromausfälle reduziert und ein effizienterer Strommarkt innerhalb Europas geschaffen werden. Durch das Nutzen „sauberer“ Wasserkraft aus Norwegen senkt die innovative Lösung den CO2-Ausstoß jährlich um 1,7 Millionen Tonnen.

ABB schließt einen der größten Offshore-Windparks der Welt ans Netz an

Den Netzanschluss eines der weltweit größten Offshore-Windparks realisiert ABB mit der innovativen und umweltfreundlichen Übertragungstechnologie HVDC Light (HVDC ist die engl. Abkürzung für HGÜ). Der Windpark entsteht 125 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste mitten im Meer und soll künftig 400 MW erzeugen. Die ABB-Technik erlaubt es, den von Windenergieanlagen generierten Strom ins Stromnetz einzuspeisen. HVDC Light macht einen so genannten „Schwarzstart“ möglich, das heißt das System kann ohne Unterstützung des Netzes nach einer Abschaltung bei zu wenig oder zu viel Wind hochgefahren werden. Verglichen mit Strom aus fossilen Energieträgern können durch den Windpark jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden.

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