Frankfurt, 18. Juni 2012 - Blicke in die Zukunft der Leitsysteme Freelance und System 800xA
Auf der diesjährigen Messe Achema zeigt ABB seine beiden leistungsfähigen Prozessleitsysteme System 800xA und Freelance.
Das bewährte Leitsystem Freelance, das wegen seiner Flexibilität und Kompaktheit vor allem in der chemischen Industrie sehr verbreitet ist, bekommt im Sommer ein Service Pack, welches neben Fehlerbehebungen auch die Unterstützung von 64-bit-Version von Windows 7 einführt. Im kommenden Jahr stehen für Freelance große Neuerungen an. So ist eine neue Controllerfamilie in der Entwicklung, die sich, wie bei Freelance üblich, kompatibel in die bestehenden Controllertypen einreiht. Die Konfigurationssoftware Control Builder F erfährt eine umfassende Überarbeitung, die das Konfigurieren noch einfacher und effizienter macht und modernes Listenhandling erlaubt.
Auf der ACHEMA wird Freelance mit dem leistungsfähigen Workflowmanager Batch gezeigt. Eine Lösung, die neben der klassischen Batchfunktionalität auch MES-Funktionalität bereitstellt und sehr skalierbar ist. Diese Neuerungen werden die Erfolgsgeschichte von Freelance mit weit über 10.000 Installationen weltweit mit mehr als 36.000 Controllern weiterschreiben.
System 800xA als ABB’s leistungsfähigstes Leitsystem hat mit mittlerweile über 8000 Installationen weltweit die führende Stellung von ABB in der Prozessleittechnik weiter ausgebaut. In der jüngsten Version 5.1 dreht sich alles um die vier Kernthemen Bedienereffizienz, Integration von Elektro- und Prozessautomation, Anlagensicherheit und Assetmanagement. Seit Release der Version vor zwei Jahren wurde eine beeindruckende Zahl von Zusatzfunktionen in sogenannten Feature Packs bereitgestellt. Feature Packs bieten den Vorteil der leichten Nachladbarkeit in operative Systeme ohne die Softwareversion zu wechseln. Dies bietet ABBs Kunden die Möglichkeit, die neuen Funktionalitäten zu nutzen ohne die Anlage einer kompletten Softwarerevision zu unterziehen und macht somit das Softwarewartungsprogramm Sentinel besonders attraktiv.
Moderne Bedienkonzepte stellen den Bediener in den Mittelpunkt und somit sicher, dass er im Fall einer aussergewöhnlichen Anlagensituation automatisch die relevanten Bedienbilder aufgeschaltet bekommt und keine Zeit beim Suchen nach und Navigieren zu den benötigten Bildern verliert. Das neue „Tabbed Navigation“ Konzept trägt ein weiteres zur schnellen und modernen Navigation bei. Eine Bibliothek von Grafikelementen und Einblendbildern hilft, die Anlagenbilder nach modernen Methoden zu entwerfen. Das Bedienkonzept beinhaltet auch die Integration von besonders ergonomischem Wartenmobiliar, so dass die Gesamtheit der Maßnahmen zu einer maximal sicheren und effektiven Anlagenführung beiträgt. In Zusammenarbeit mit Herstellern von Wartenmöbel und Leitwarten-Design-Studios entwickeln ABB-Ingenieure an der Bedienstation der Zukunft. Der in Frankfurt gezeigte „Extended Operation Workplace“ ist schon ein erster Ausblick in die Zukunft der High-Performance HMI (Human-Machine-Interfaces).
Das Bestreben, die ungenutzten Potentiale der Produktionsanlage zu erschließen, führt unweigerlich zu einem integrierten Ansatz für die Elektro- und Prozessautomation. Hier wird die Umsetzung der IEC 61850 im neusten Feature Pack durch die Bereitstellung von Typicals für die Repräsentation des elektrischen Equipments erleichtert. Die Anzahl der integrierten Installationen wächst stetig und zeigt die Richtigkeit dieses Ansatzes.
Der Aspekt der Anlagensicherheit beinhaltet heutzutage neben der Absicherung gegen abnormale Prozesszustände mittels zertifizierter Systemkomponenten auch die Absicherung gegen Angriffe aus dem Netz. Während der erste Aspekt mit High Integrity (SIL3 zertifizierten) Controllern einen am Markt unerreichten Integrationsgrad erreicht, spielt der Aspekt der Softwareintegrität bei ABB Leitsystemen bereits während der Entwicklungsphase eine entscheidende Rolle. So wird vor jeder Freigabe neuer Produkte und Versionen ein ausführlicher Test mit Verifikationstools wie zum Beispiel Achilles, MU8000 und Nessus durchgeführt, um potentielle Sicherheitslücken vor der Freigabe zu eliminieren. Weiterhin kann durch den Einsatz von Cybersecurity Produkten wie Industrial Defender die Sicherheit der Installation erhöht werden. ABB bieter hierzu auch Services an, die dem Kunden helfen, den Sicherheitsstatus der Installation festzustellen und zu erhöhen.
Bezüglich des Geräte- oder Assetmanagements wird bei ABB sehr aktiv daran gearbeitet, dass zeitnah zur endgültigen Verabschiedung des FDI (Field Device Integration) Standards auch Produkte für den Verbraucher verfügbar sind. ABB setzt auf diesen Standard für die gemeinsame Weiterenwicklung der FDT- und DDL- Gerätebeschreibungen als Zukunft für ein vereinfachtes und sicheres Gerätemanagement. Auch heute schon wird 800xA Devicemanagement zur anlagenweiten Diagnose und Konfiguration der Feldgeräte eingesetzt und kann kompatibel in den neuen Standard überführt werden.
System 800xA wird in Zukunft noch stärker als Collaborations-Plattform in Erscheinung treten. In den zahlreichen Industrien, in denen heute schon sehr erfolgreich das DCS System 800xA eingesetzt wird, werden sich die Entwicklungen besonders in Richtung Integration unterschiedlicher Betriebsteile bewegen. Immer mehr Systeme unterscheidlicher Betriebsbereiche werden vernetzt, auch die Bedienmannschaften werden in Zukunft deutlich ausgeweitete Betriebsteile überwachen und gegebenenfalls bedienend eingreifen. Moderne Technologien wie iPad und Tablet PCs werden mit dem neuesten Feature Pack unterstützt und Grafikbilder aus dem Leitsystem können direkt in die Mobilsysteme übernommen werden.
Auch 800xA Batch wurde im Zuge des letzten Feature Packs erweitert. Eine vereinfachte Rezepturerstellung in Listenform und Performanceverbesserungen vor allem für Freelance basierte Controller stehen hier im Vordergrund.
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Das leistungsfähige System 800xA zementiert mit mittlerweile über 8000 Installationen weltweit die führende Stellung von ABB in der Prozessleittechnik.

Das bewährte Leitsystem Freelance ist besonders aufgrund seiner Flexibilität und Kompaktheit in der chemischen industrie stark verbreitet