Bewertungssystem bei ABB ermöglicht ökologisches Immobilienmanagement

2010-08-20 - Durch das nachhaltige Management ihrer Immobilien macht ABB ihre Standorte fit für die Zukunft und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz. Mit einem eigens dafür entwickelten System wurden jetzt die ersten sechs Standorte bewertet und daraus Maßnahmen abgeleitet.

Mit dem Schlagwort „Green Corporate Real Estate Management“ (Green CREM) bezeichnet man bei der ABB Grundbesitz das Konzept eines nachhaltigen Immobilienmanagements. Die ABB-Immobilienexperten ermittelten mittlerweile an insgesamt sechs ABB-Standorten, in Hamburg, Heidelberg, Ladenburg, Lüdenscheid, Mannheim und Ratingen, den sogenannten Green CREM-Index. Dabei handelt es sich um ein speziell entwickeltes Bewertungssystem, mit dem die Energieeffizienz und ökologische Qualität der Standorte untersucht werden. Die Bewertungskriterien beziehen sich dabei sowohl auf die Qualität der Gebäude und Innenräume hinsichtlich Substanz und Ausstattung als auch auf die Standort-Bewirtschaftung sowie den Wasser- und Energieverbrauch.

„Die bisher untersuchten Standorte haben Indexwerte zwischen 61 und 73 Prozent erreicht“, erläutert Stefan Beretitsch, Geschäftsführer der ABB Grundbesitz. „Die Werte sind jedoch nur der erste Schritt.“ Im Anschluss entwickele man Vorschläge für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, aber auch der Lebensqualität an den einzelnen Standorten, so Beretitsch weiter. „Dann nehmen wir die Gespräche mit den am Standort beheimateten Gesellschaften auf und legen Prioritäten fest.“

Umsetzung in Ladenburg läuft bereits

Das neue BHKW in Ladenburg hat die Energiebilanz des Standorts erheblich verbessert.
Am ABB-Standort in Ladenburg ist dies bereits geschehen: Nachdem dort in den vergangenen beiden Jahren Gebäudesanierungen durchgeführt worden waren und ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) installiert wurde, stehen jetzt Maßnahmen an, mit denen die ökologische Qualität des Standorts gesteigert wird.

Hierzu zählt die Entwicklung und Umsetzung eines modularen Konzeptes zur ökologisch sinnvollen Gestaltung der Freiflächen, das dann auch auf andere ABB-Standorte übertragen werden kann. Daneben geht es um den Aufbau eines integrierten Pflanzenschutzes sowie um den Einsatz nachhaltigerer Reinigungstechniken. In den nächsten Monaten sollen nun bestehende Planungen zur Regenwasserspeicherung sowie die Entsiegelung von Flächen zur Versickerung umgesetzt werden.


Maßnahmen aus Indices ableiten

Die Erhebung der Indices an den sechs ABB-Standorten lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Hinsichtlich der Aspekte „Gebäudequalität“ und „Energieverbrauch“ erzielen Mannheim und Ladenburg aufgrund intensiver Gebäudesanierungen in den vergangenen zwei Jahren und der damit verbundenen Energieeinsparungen überdurchschnittlich gute Ergebnisse. Beim Kriterium „nachhaltige Standort-Qualität“ kann der ABB-Standort Heidelberg punkten: Dort ist der Anteil nicht befestigter, begrünter Flächen relativ hoch und die Anbindung an das Netz des ÖPNV ist sehr gut. Außerdem fließt in die Bewertung ein, dass es am Standort Heidelberg vergleichsweise viele Fahrgemeinschaften gibt.

In Bezug auf die „Qualität der Innenräume“ und die „Standort-Bewirtschaftung“ sind alle untersuchten Standorte in einem guten Zustand. Bei der Innenraumqualität geht es um die Qualität der Luft sowie um thermischen, akustischen und visuellen Komfort. Die Bewirtschaftung umfasst beispielweise die Reinigung und Abfallbeseitigung. Grundsätzlich besteht an allen Standorten Handlungsbedarf in Bezug auf den Umgang mit Wasser, insbesondere mit Regenwasser. Hier sind Möglichkeiten zur Versickerung beziehungsweise Speicherung von Regenwasser zur Bewässerung der Grünflächen und Nutzung in den Sanitärbereichen zu prüfen.

Im nächsten Schritt werden nun gemeinsam mit den Mietern an den einzelnen Standorten Maßnahmenpläne zur Optimierung verabschiedet. Nach drei Jahren ist eine erneute Prüfung des Indexwertes an den einzelnen Standorten geplant.

„Green CREM“:

Mit dem Schlagwort „Green Corporate Real Estate Management“ bezeichnet man bei der ABB Grundbesitz das Konzept eines nachhaltigen, ökologischen Immobilienmanagements. Ziel der Maßnahmen ist eine Steigerung der Energieeffizienz des gesamten ABB-Immobilienportfolios und damit auch eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von ABB. Die bislang durchgeführten Green CREM-Maßnahmen führten – bezogen auf das gesamte Immobilienportfolio bei ABB in Deutschland – zu einer Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen jährlich um rund 3 Prozent. Dies entspricht einer Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um circa 2.000 Tonnen pro Jahr.

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