Die Verwendung von Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) zur Verbindung zweier Knoten in einem elektrischen Netz ist in vielen Fällen die ökonomisch beste Alternative.
Die HGÜ-Technologie wird für die Übertragung elektrischer Leistung über lange Strecken mittels Freileitungen oder Seekabel eingesetzt. Außerdem werden damit asynchrone Stromnetze verbunden. Dies ist mit konventionellen Drehstromverbindungen nicht möglich. ABB hat diese Technologie eingeführt und ist unbestritten Weltmarktführer im Bereich HGÜ.
In einem Hochspannungs-Gleichstromübertragungssystem wird die elektrische Energie aus dem Knoten eines Drehstromsystems entnommen und in einer Umrichterstation in Gleichstrom umgewandelt. Danach wird der Gleichstrom über Freileitung oder Kabel zum Empfangsknoten übertragen und in einer zweiten Umrichterstation wieder in Drehstrom umgewandelt und ins Netz eingespeist.
In der Regel beträgt die Bemessungsleistung einer solchen Anlage mehr als 100 MW - viele Anlagen haben eine Bemessungsleistung von 1.000 bis 3.000 MW. Die HGÜ-Technologie wird in erster Linie zur Übertragung über lange Strecken eingesetzt. Hier kommen die Vorteile dieser Technologie voll zur Geltung. Aufgrund der geringeren Übertragungsverluste geht weniger Energie verloren.
Mit einem HGÜ-System kann der Lastfluss schnell und exakt geregelt werden - sowohl im Hinblick auf den Leistungspegel als auch die Richtung. Diese Möglichkeit wird häufig genutzt, um die Leistungsfähigkeit und Effizienz der angeschlossenen Drehstromnetze zu verbessern.
Weitere Informationen:
50 Jahre HGÜ: 1954 - 2004 [EN]
Klassische HGÜ: Fortlaufende Entwicklung [EN]
Veröffentlichungen [EN]